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Vorwort

Willkommen zum Bundeskongress Chirurgie 2020.

Der Kongress findet seit 21 Jahren in Nürnberg statt und zeichnet sich seit 10 Jahren als Bundeskongress Chirurgie dadurch aus, das Verbände, Fachgesellschaften, Vertreter von Universitäten, Kliniken und Praxen gemeinsam und sektorenunabhängig das breite Spektrum der Chirurgie aus der Praxis für die Praxis darstellen mit den Schwerpunkten der Fortbildung für Niedergelassene, ambulante/ tagesklinisch tätige Operateure, ambulant tätige Kolleginnen und Kollegen in BAG, MVZ und Kliniken, stationär tätige Assistenzärzte/ Fachärzte sowie des berufspolitischen und kollegialen Austauschs. Teilnehmer sind Chirurgen aller Fachbereiche, Orthopäden, Anästhesisten und ambulante/tagesklinische Operateure, medizinische Fachangestellte im Rahmen des Tages der MFA sowie unsere Partner aus Industrie und Fachhandel aus dem ganzen Bundesgebiet (Teilnehmerzahlen regelhaft zwischen und 1000 und 1500).

Die medizinisch – wissenschaftlichen Sitzungen umfassen die breite Palette der Chirurgie. So werden in den Sitzungen praxisrelevante Themen der Unfall-, Fuß-, Hand-, Allgemein- und Viszeral-, Kinder- und Plastischen Chirurgie sowie der Phlebologie und der Proktologie behandelt. Die einzelnen Sitzungen werden mit hoher fachlicher Kompetenz von den über 15 am Kongress beteiligten Fachgesellschaften und Berufsverbänden gestaltet. Einen festen Platz hat das traditionelle Herniensymposium am Freitag, ebenso wie Vorträge und Workshops zu Chronischen Wunden, Hygiene, Arzt und Recht sowie zum Praxismanagement. Novum auf dem Bundeskongress 2020 wird die Beteiligung des Berufsverbandes der Anästhesisten sein mit einem eigenen Symposium „Ambulante Anästhesie“. Strukturiert sind die wissenschaftlichen Sitzungen durch Übersichtsreferate (ca. 20 min) und mind. 30 Minuten Podiumsdiskussion je Sitzung, damit ein Sachverhalt auch besprochen bzw. ausdiskutiert werden kann.

Spezielle Themen werden in den zahlreichen Workshops abgehandelt und unsere Industriepartner nutzen diese Plattform auch, um ihre Innovationen vorzustellen.
Abgerundet wird das wissenschaftliche Programm durch Seminare, auf denen die Ärzte und MFA die Fortbildungsvorgaben der DGUV (Kindertraumatologie, Gutachten, Rehamedizin und Rehamangement), des Strahlenschutzes und der Hygienerichtlinien (z.B. Präsenzseminar „Hygienbeauftragter Arzt“) erfüllen können.
Dieses Gesamtkonzept hat zu einer großen Akzeptanz des Kongresses in den medizinischen und wissenschaftlichen Fachkreisen geführt.

Im Jahr 2020 möchten wir auf dem Kongress erneut ein „Junges Forum“ durchführen, welches jedoch komplett neu strukturiert wurde. Praxisrelevante Themen werden in 3 Sitzungen durch konkrete Fallvorstellungen und anschließender Diskussion unter Moderation eines Assistenten und eines erfahrenen Praktikers behandelt. Zwei vorgeschaltete Sitzungen/Diskussionsrunden befassen sich mit den Sorgen und Nöten sowie Perspektiven der jungen Kolleginnen und Kollegen. Schon im Vorfeld hat dieses Konzept eine breite Resonanz bei vielen Universitäten und Kliniken gefunden.

Die Diskussionen um eine sektorenübergreifende Vernetzung der Gesundheitssysteme reißen nicht ab. Welche Rollen spielen dabei die ambulanten Fachärzte, Praxiskliniken, Integrative Versorgungszentren, MVZ, Krankenhäuser der Grund- und Regelversorgung? Wie können sektorenübergreifende Modelle sinnvoll gestaltet werden? Dabei wird die Digitalisierung unseren Arbeitsalltag nachhaltig verändern.
Diese Themen werden vom berufspolitischen Teil des Kongresses, welcher unter dem Motto „Freiberuflichkeit und Kollegialität im chirurgischen Alltag“ steht, aufgegriffen. Bedeutet doch Freiberuflichkeit auch Sektorenunabhängigkeit in der medizinischen Entscheidung im Sinne des Patienten, Qualität ärztlichen Handelns, Kooperationsfähigkeit, Streben nach sinnvoller Innovation und Fortschritt – analog, digital und reflektierend. Neben Statements der tragenden Berufsverbände und Fachgesellschaften im Rahmen der Kongresseröffnung am Freitag widmet sich insbesondere das Symposium des Bundesverbandes Ambulantes Operieren e.V. (BAO) am Sonnabend der Schnittstellenproblematik und bietet eine neue Plattform für das gemeinsame Auftreten der Anästhesisten, Chirurgen und ambulanten Operateure in Praxis und Klinik. Hochkarätige Experten sind zum produktiven Meinungsaustausch geladen.

Das Programm als auch die Seminare und Workshops mit kurzen Hinweisen zum Inhalt werden auf der Homepage laufend aktualisiert. Dort finden Sie auch weitere Hinweise zu Referenten, Fachthemen, Kursen, Seminaren, Workshops, Ausstellern, Anmeldemodalitäten.

Die Anzahl der Themen macht deutlich: Es bewegt sich etwas im Gesundheitssystem. An der Schnittstelle zwischen ambulanter und stationärer Versorgung hat es schon lange nicht mehr so viele Chancen und Herausforderungen gegeben, wie derzeit. Bleiben Sie am Ball, bringen Sie sich aktiv ein, zeigen Sie Flagge! - Lassen Sie uns als Ärzte zusammen mit unseren Partnern Gemeinsam stark die Zukunft gestalten.

Wir freuen uns, Sie auf dem Bundeskongress Chirurgie 2020 in Nürnberg begrüßen zu dürfen!

Ihr

Dr. med. Stephan Dittrich
Kongressleiter

P.S.: Die verwendeten meist männlichen Hyperonyme beinhalten in der deutschen Sprache weibliche und männliche Hyponyme (z.B. „der Arzt“ als Hyperonym umfasst die konkrete Ärztin (Hyponym) und den konkreten Arzt (Hyponym)).